iPhone 5: Erste Details aufgedeckt?

Wird das iPhone 5 doch nur ein „aufgemotztes“ iPhone 4? Darauf deutet jedenfalls die Ausstattung hin, die 9to5mac aus „zuverlässiger Quelle“ erfahren haben will. Wie schon beim Sprung vom iPhone 3G zum iPhone 3Gs soll auch diesmal hauptsächlich an der Leistungsschraube gedreht werden, das allerdings nicht zu knapp. Neben dem A5-Chip, der durch seine zwei ARM-A9-Prozessorkerne eine Leistungssteigerung von mindestens 56 % gegenüber dem A4-Prozessor erreichen soll, halten 1GB RAM und eine 8MP-Kamera mit verbesserter Linsentechnik Einzug in das bewährte iPhone 4-Gehäuse. Neben dem stärkeren Akku findet sich dort auch ein Qualcomm Gobi-Baseband welches erstmals sowohl GSM- als auch CDMA-Netzwerke abdecken wird.

Was den meisten 3Gs-Besitzern wie der Wechsel vom Schwarz-Weiß-Fernsehen zum Plasma-TV vorkommen wird, sollte dagegen nur wenige iPhone 4-Nutzer zum Geräte-Update motivieren. Ein Umstand, dem sich auch Apple bewusst ist. Das größte Verkaufsargument für das neue Gerät soll daher die Spracherkennung werden, die das iPhone 5 zum persönlichen Assistenten im Handyformat verwandeln soll. Bereits im April 2010 kaufte Apple dazu den Spracherkennungs- und Suchsoftware-Hersteller „Siri“, dessen Software erstmals vollständig in Apples Firmware integriert sein soll. Zwar unterstützt das iPhone schon seit dem 3Gs sprachgesteuerte Befehle, mit denen sich unter anderem der iPod und die Telefonfunktion bedienen lassen, allerdings funktionierte diese trotz regelmäßiger Updates eher schlecht als recht. Daher soll Siris „Assistent“ diese daher nun vollkommen umkrempeln.

Ab der neuen Gerätegeneration sollen sich erstmals sämtliche Funktionen des iPhones per Sprachsteuerung bedienen lassen. So sollen sich mit Ansagen wie „Dienstag Abend um 19 Uhr die Keynote gucken“ Kalendereinträge erzeugen, „Erinnere mich daran, Milch zu Kaufen wenn ich am Kiosk vorbei komme“ die Erinnerungsfunktion des iPhones an einem bestimmten Ort aktivieren und mit Befehlen wie „Navigiere mich zum Kiosk“ auch gleich das Navigationsprogramm starten lassen.

Wer den Komfort einer eigenen Sekretärin auch unterwegs genießen möchte, kann zukünftig SMS oder ganze eMails per Spracheingabe erstellen. Dabei sollen selbst komplexe Kombinationen wie „Schreibe Julia per SMS, dass ich später zu Hause bin.“ möglich sein. Selbst komplexe Suchanfragen an die Wissenschafts-Suchmaschine „Wolfram Alpha“ welches ebenfalls Teil des Assistenten sein soll, sind möglich. Wer Fragen wie “Wieviele Protonen enthält ein Wasserstoffatom?” oder “Welche durschnittliche Niederschlagsmenge gab es im vorigen Jahr in Boston?” geklärt haben möchte, kann diese in Zukunft einfach in sein iPhone sprechen-und auch soll prompt Antwort erhalten. Das diese Funktionen schon sehr gut funktionieren sollen, sickerte schon vor kurzem aus Quellen bei diversen Mobilfunk-Providern durch. Diese sollen angeblich schon vor einigen Wochen fertige Modelle zum Test überlassen bekommen haben und von der Qualität der Sprachsteuerung begeistert sein.

Weniger begeistert werden dagegen die Besitzer älterer iPhone-Modelle sein. Für den „Assistenten“ wird neben 1 GB Arbeitsspeicher ein leistungsstarker Prozessor benötigt, der mindestens dem A5 Modell entsprechen muss. Somit wird die Sprachsteuerung nur auf Geräten der zukünftigen Generationen funktionieren und wohl das Killer-Argument zum Wechsel auf das iPhone 5 darstellen.

Ob 9to5macs Quellen zuverlässig waren, werden wir heute in einer Woche – ungefähr zur gleichen Uhrzeit – erfahren. Falls die Gerüchte stimmen: Wäre der persönliche Assistent für euch ein Wechselgrund?

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Über Falko

Ist, nachdem er 2008 eher zufällig zum iPhone gekommen ist, inzwischen komplett verapplet. Schreibt daher auch gerne über OS X, Mac und AppleTV.

10 Kommentare zu “iPhone 5: Erste Details aufgedeckt?”

  1. Für mich wäre der persönliche Assistent kein Grund, vom iPhone 4 umzusteigen.

  2. Für mich wäre das ein Kaufgrund, vielleicht kann man dann ja auch endlich die Einstellungen wie 3G und WLAN an/aus direkt über Spracheingabe steuern.

  3. Die Spracherkennung ist mir eigentlich recht egal. Auch wenn ich mir sicher bin das sie ziemlich gut laufen wird – jedoch verwende ich sowas nicht und es interessiert mich eigentlich auch nicht.

    Allerdings wäre die verbaute Hardware schon ein Kaufgrund. Jedoch sollte das iPhone 4 noch min. ein weiteres Jahr reichen und hoffentlich nicht gleich so wie das iPhone 3G enden.

  4. Für mich reicht schon ein größerer Speicher als Kaufgrund für das neue iPhone. Ich hatte bisher immer 16GB-Modelle, was ab dem iPhone 4 aber echt zu wenig ist. Sofern die nächste Generation nicht ausschließlich mit 16 GB vertrieben wird (…) schlage ich auf alle Fälle zu. Der Bestellfinger zuckt schon ;)

  5. Sollte es nur eine erweiterte Sprachsteuerung geben, bin ich mir nicht sicher, ob dies als Kaufgrund ausreicht. Die Performance des iPhone 4 reicht mir dicke aus. Und eventuell kann man das Sprachfeature ja auch per Jailbreak nachrüsten.

  6. Was mir gerade erst aufgefallen ist: der Titel der Keynote enthält ja schon Hinweise, die auf die Sprachsteuerung hindeuten…

  7. Hmm, „Let’s talk iPhone“ ist in der Tat doppeldeutig. So habe ich das noch gar nicht gesehen.

    Ein Wink mit dem Zaunpfahl. Die Spannung steigt. Zum Glück hab ich frei und kann die Keynote verfolgen. Hoffentlich gibt’s ’nen öffentlichen Livestream.

  8. Da das Event im Londoner Apple Store Covert Garden live übertragen wird (für Vertreter der Presse) könnte die Chance sehr gut sein, dass man das Event auch bei uns live verfolgen kann

  9. Hmpf, dann wird meine Datenflat diesmal wohl schon am Anfang des Monats aufgebraucht sein…

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